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Historische Semiotik /
Geschichte der Semiotik

Zeichendeuten ist eine elementare Kulturtechnik. Entsprechend gehören Zeichentheorien zu den ältesten Wissenslehren. Sie sind so verschiedenen wie die Kulturen selbst. Die Geschichte der Semiotik beinhaltet deshalb so heterogene Modelle wie die antike Physis- und Thesis-Theorie, die Signaturenlehren der frühen Neuzeit, Symboltheorien, Mantik, Hermeneutik oder die wissenschaftliche Semiotik des 19. und 20. Jahrhunderts. Ihre Reflexion ist Teil einer historischen Selbstversicherung der Disziplin sowie ständige Quelle produktiver Neuansätze.
Call for Papers der Sektion Historische Semiotik für den Semiotik-Kongress 2011
Avantgarden und ihre [R-] Evoltion der Zeichen:
Wendezeiten der Literatur und Kunst ... mehr
Abbild und Zerrbild.
Bei Proklos, dem Kommentator der Euklidischen Elemente, findet sich die bemerkenswerte Feststellung, dass Pythagoras "die geometrische Wissenschaft in eine neue Form, und zwar jene einer freien Disziplin", gebracht habe.1 Und in seiner Schrift Über die Arithmetik setzte Aristoxenos hinzu, dass er gleichermaßen "die Beschäftigung mit den Zahlen von ihrer praktischen Anwendung (...) befreite und die Dinge als ein Bild der Zahlen erklärte. ... mehr
Die Sprache der Dinge.
In seinem Cours de linguistique générale trifft Ferdinand de Saussure die Unterscheidung zwischen der Struktur der Signifikation einerseits und dem Symbol andererseits. Zwar ist die Verwendung nicht immer konsistent, zumal in den verstreuten Notizen der Cahiers die Begriffe "Zeichen" und "Symbol" gelegentlich synonym verwendet werden; dennoch ... mehr