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DINGE - ZEICHEN - GESTALTEN
Moden zwischen Dauer und Wechsel

3.-4. Oktober 2003 in Kiel

Dinge sind Zeichen; sie erscheinen der Wahrnehmung in Gestalten und fordern zu permanenter Gestaltung heraus. Ihre Oberfläche kann als Mode erscheinen.
Moden als Artikulation individueller und gesellschaftlicher Selbstverständnisse sind Performanzen komplexer sich entwickelnder Zeichensysteme. Die Analyse von Oberflächen- und Tiefenstrukturen modischer Phänomene führt umgekehrt zur Frage nach der Relation von Ding und Gestalt und deren Interpretation im Interaktions- und Kommunikationsprozess. Die jeweilige Erscheinungsform von gestalteten Dingen und Phänomenen in Moden stellt sich als bezeichnende Antwort des Designers auf die permanente Suche nach dem finalen Interpretanten eines �Dings" dar, die Dauer beansprucht und dem Wechsel unterworfen ist.

Die Tagung fand in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Dieter Mersch, Muthesius- Hochschule für Kunst und Gestaltung, in Kiel statt.
Design als symbolische Form?
"Schaut man dem Volk aufs Maul", wird das Designat "Design" in unterschiedlichen Zusammenhängen verwendet: - Popularität hat das Design vor allem durch "Modeschöpfer" und ihre Kreationen gewonnen, die eine glamouröse Welt vorspiegeln, die für manche Menschen Attraktivität besitzt und den schönen Schein als ... mehr
Ladenrhetorik
Der Einzelhandel ist sinnfällig zeichenreich. Der Verkäufer - der Ladenratgeber - mag da sein, um die durch Produkte und deren begleitende Kontextvertreter gegebene Botschaft zu verankern oder abzulösen. Dieser Versuch, die Aussagekraft der Ladenausrüstung durch die Rhetorik zu verstärken, basiert weitgehend auf Jacques Durand. ... mehr
Ganzheitlicher Umgang mit dinglichen Ordnungen
Der Umgang mit Mode verlangt - aus pädagogischer Sicht - einen Menschen, der sich bewusst Strömungen anschließt oder diese meidet. Was kann ein Werkdidaktiker dazu beitragen? Mein Betrag zum Thema der Tagung ist zu verstehen als Kennzeichnung von Wegen, die zu einer Kompetenz führen, sich kritisch mit Phänomen der Ding-Welt auseinanderzusetzen, um Entscheidungen zu treffen und auch sich Entscheidungen anderer anzuschließen. ... mehr
Das Gericht der Zeit: Stefan Georges "Die tote Stadt".
Das Gedicht entstammt dem ersten, "Zeitgedichte" überschriebenen Teil von Georges Der siebente Ring (1907). Sein eindeutiger Titel verbirgt und verfestigt zugleich eine Dynamik, die sich äußerlich in der Regelmäßigkeit von vier achtzeiligen Strophen aufbaut und thematisch durch starke Gegensätze und eine Fabel entfaltet wird. ... mehr
Der Stoff, aus dem die Texte sind
Was stofflich ist an Texten, zeigt sich erst, wenn man eine bestimmte Perspektive einnimmt, die des Beobachters – und zwar von Personen, die sich mit Texten beschäftigen, sich zu ihnen verhalten, etwas mit ihnen tun, sich ihnen zuwenden. Und sehr viel weniger die des Sinnentnehmers, der selber Texte – überwiegend oder ausschließlich – inhaltlich nutzt für Anschlusskommunikationen, Interpretationen und sonstige Auslegungen. ... mehr
Stilwandel als semiotischer Prozess, dargestellt am Übergang zur Moderne.
Der Gestaltwandel, den die Kunst im 19. Jahrhundert durchführt, stellt aus semiotischer Sicht einen einzigartigen Vorgang dar. Es gilt unter Künstlern, ein bestimmtes Gestaltproblem zu lösen. Daher geht es hier um Erkenntnistätigkeit, nicht um historische Abläufe. Die Erkenntnistätigkeit bezieht sich auf den Stilbegriff und wird an der Malerei und der Architektur entfaltet. ... mehr
Programm Herbst-Akademie 2003
"DINGE - ZEICHEN - GESTALTEN. Moden zwischen Dauer und Wechsel.� Dinge sind Zeichen; sie erscheinen der Wahrnehmung in Gestalten und fordern zu permanenter Gestaltung heraus. Ihre Oberfläche kann als Mode erscheinen. Moden als Artikulation individueller und gesellschaftlicher Selbstverständnisse sind Performanzen komplexer sich entwickelnder Zeichensysteme ... mehr
Grammatik der Kultur. Ernst Cassirers Philosophie der symbolischen Formen als semiotische Theorie.
Im folgenden soll der Versuch unternommen werden, die innere Struktur der Philosophie Cassirers zu rekonstruieren. Die Rekonstruktionsarbeit gilt vor allem der "Systematik der symbolischen Formen". Eine solche Systematik ist Desiderat, weil sie von Cassirer selbst anvisiert, aber nie wirklich ausgeführt wurde. ... mehr
Sukzessive Detailwahrnehmung als dynamischer Prozess
Hier soll es um "Mode" in Millisekunden gehen: Wie verändert sich die Wahrnehmung innerhalb von sehr kurzen Zeiträumen? Welche Folgen hat dies für kognitive und ästhetische Konzepte? ... mehr
Die Leere der Dinge
Über alle sinnlichen Kanäle haben wir ununterbrochen Kontakt mit Dingen - manchmal bewusst, meistens unbewusst. Die Dinge stehen so ganz wesentlich auch in einem Verhältnis zum Körper. Mein Vortrag stellt deshalb die Beziehung von Ding und Körper ins Zentrum. ... mehr
Herbstakademie 2003 Kiel
Die Internationale Semiotische Herbst-Akademie hat im Oktober 2003 in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Dieter Mersch an der Muthesius Hochschule für Kunst und Gestaltung in Kiel eine Tagung durchgeführt, die auf dieser CD dokumentiert wird. Dieter Mersch hat für diese Dokumentation seinen Essay Grammatik der Kultur. ... mehr