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Deutsche Gesellschaft für Semiotik (DGS) e.V.: Körpersemiotik2

Körpersemiotik – der kommunikative Körper

Die Kommunikation nimmt ihr Maß am menschlichen Körper. Mehr als drei Viertel der Verstehensleistung wird bestimmt durch die Signale, die der Körper kommunikativ aussendet. Der Begriff der 'Körpersprache' umfaßt hierzu die Gemeinschaft von Miremik (Blickverhalten), Mimik, Gestik, Kinesik (Haltung, Bewegung), Haptik (Anfaßverhalten), Proxemik (Näheverhalten), Olfaktorik (Geruchsverhalten). Auch die differenzierte Palette von 'Schweigen' gehört hierzu. Die zentrale Rolle der Orientierung von Aussagen und Verstehen am und durch den Körper während der Kommunikation wird seit dem Altertum beachtet (Rhetorik, Theater, Poetik, Physiognomik, Affektelehre, u.a.) und hat bis in die Moderne ein weites Spektrum interdisziplinärer Analysen, korrektiver Einflußnahmen und kulturspezifischer Vermittlungen eröffnet. Die Zeichen und die Zeichenhaftigkeit der Körperkommunikation haben inzwischen auf allen Ebenen eine zentrale Wichtigkeit für das Gelingen von Aussage und Wirkung erlangt, was geradezu danach verlangt, die Strukturen, Funktionen und Systematik, die Interdisziplinarität und die Kulturspezifik sowie die Interkulturalität der Körpersemiose aufzudecken.

KÖRPERSEMIOTIK - DER KOMMUNIKATIVE KÖRPER
In allen Bereichen der Wissenschaften, die mit Kommunikation zu tun haben, findet auf je spezifische Weise der Körper und somit die Körperlichkeit als Ausdrucksform und Bedeutungsträger Beachtung. Die Semiotik ist ohne Zweifel berufen, hier eine Inte­grationsfunktion zwischen Linguistik, ... mehr