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Dirk Röller und Klaus Schwarzfischer
Geschichte der Herbst-Akademie

Vorstände und Leitung

1992 - 1995 Dr. Andreas König, Dr. Susanne Hauser, Dr. Christoph Sauer
Geschäftsführerin Gisela Röller
Leitung: Ingrid Lempp, Dr. Dirk Röller


1995 - 1998 Dr. Susanne Hauser, Ingrid Lempp, Dr. Christoph Sauer
Geschäftsführerin Gisela Röller
Leitung: Dr.Gerd Jansen, Dr. Dirk Röller


1998 - 2001 Prof. Dr. Susanne Hauser, Bernhard Röling, Michael Steigemann
Geschäftsführerin Gisela Röller
Leitung: Dr. Gerd Jansen, Dr. Dirk Röller


2002 - 2007: Prof. Dr. Susanne Hauser, Bernhard Röling, Michael Steigemann
Geschäftsführerin Gisela Röller
Leitung: Dr. Dirk Röller, Dr.Gerd Jansen mit Klaus Schwarzfischer


2007 - heute: Prof. Dr. Susanne Hauser, Bernhard Röling, Michael Steigemann
Geschäftsführerin Gisela Röller
Leitung: Klaus Schwarzfischer und Prof. Dr. Dieter Mersch


Tagungen

- Natur und Kultur (1991) Goslar
- Kommunikation (1992) Goslar
- Mythos, Markt, Public Relations (1993) Goslar
- Der Mensch in der Stadt (1994) Oldenburg/Wilhelmshaven
- Verkehr und Verkehrsformen (1995) Goslar
- Logistik - Veränderung und Verantwortung (1996) Goslar
- Begegnung mit dem Fremden (1997) Oldenburg
- Betrieb, Lernstatt, Management (1997) Goslar
- Das Meer als kultureller Erfahrungsraum (1998) Wilhelmshaven
- Der Mensch kommt aus dem Wasser (1999) Wilhelmshaven
- Hafen - Bauen - Denken (2000) Wilhelmshaven
- Körper - Bewegung - Ruhe (2001) Wolfenbüttel
- Körper - Entkörperung (2002 Kassel im Rahmen des DGS-Kongresses)
- Moden zwischen Dauer und Wandel (2003) Kiel
- Kommunikation - Wirtschaft - Design. (2004) Berlin

- Gesundheit, wozu? (2006) Lüneburg

- Visualisierung: Ekphrasis (2007) Potsdam

- Wirklichkeit als Design-Problem. Zum Verhältnis von Ästhetik, Ökonomik und Ethik. (2008) Mannheim

- Prägnanz der Form. Zur Messbarkeit von Gestaltqualität und Bedeutung. (2009) Regensburg


Projekte

Die Herbst-Akademie hat im Zusammenhang mit ihrer Arbeit, z.T. als Arbeitsergebnisse von Tagungen verschiedene Projekte angedacht und Perspektiven für sie entwickelt, ohne sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten selbst verfolgen oder verwirklichen zu können (vorwiegend aus Gründen fehlender Mittel und infolge der Tatsache, dass alle Mitarbeiter satzungsgemäß ehrenamtlich tätig sind). Im einzelnen sind die Planungen dokumentiert.


Bericht  (von Dr. Dirk Röller)

Tätigkeitsbericht Internationale semiotische Herbst-Akademie -
"Zeichen der Zeit" 1991-1998

Die Internationale Semiotische Herbst-Akademie hat mit einer Vorveranstaltung 1991 seither jährlich mindestens einmal getagt und dabei seit ihrer Gründung mit unterschiedlichen Institutionen vorwiegend aus dem universitären und akademischen Bereich kooperiert. Die eingeladenen Referenten und Teilnehmer stammten aus allen gesellschaftlichen Bereichen wie z.B. Hochschulen, Kirchen, Bundeswehr, Industrie, Gewerkschaft, Handel etc. Sie kamen sowohl aus der Bundesrepublik Deutschland als auch aus folgenden Ländern:

Brasilien,

Dänemark,
Großbritannien,
Kanada,
Niederlande
Österreich,
Schweiz,
Ukraine
USA

Im Einzelnen hat die Internationale Herbst-Akademie folgende Veranstaltungen durchgeführt:
- Natur und Kultur (1991 Goslar)
- Kommunikation (1992) Goslar
- Mythos, Markt, Public Relations (1993) Goslar
- Der Mensch in der Stadt (1994) Oldenburg/Wilhelmshaven
- Verkehr und Verkehrsformen (1995) Goslar
- Logistik - Veränderung und Verantwortung (1996) Goslar
- Begegnung mit dem Fremden (1997a) Oldenburg
- Betrieb, Lernstatt, Management (1997b) Goslar
- Das Meer als kultureller Erfahrungsraum (1998a-c) Wilhelmshaven
- Körper: Bewegung - Ruhe (2001) Wolfenbüttel
- Körper - Entkörperung (2002) Kassel (im Rahmen des DGS-Kongresses)
- Moden zwischen Dauer und Wandel (2003) Kiel
- Kommunikation - Wirtschaft - Design (2004) Berlin

- Gesundheit, wozu? (2006) Lüneburg

- Visualisierung: Ekphrasis (2007) Potsdam

Außer den regelmäßig in der Zeitschrift für Semiotik veröffentlichten Berichten durch unterschiedliche Autoren geben die zu den o.a. Tagungen (1992/1993/1994/1995/1996/1997a/1998a) erschienenen Dokumentationsbände Auskunft über die Arbeitsergebnisse. Auszüge 1997b sind in "Didaktisches Design" (s.u.) erschienen. Darüber hinaus hat es ein vielfältiges Presseecho zu den Veranstaltungen 1994/1998 gegeben sowie Rundfunksendungen 1994 (NDR/Bayrischer Rundfunk) 1998 (Bremen2, Radio Jade).

Ferner geschieht die Herausgabe der Zeitschrift "Didaktisches Design"- Zeitschrift für Wissenschaftliche Weiterbildung und Angeleitetes Selbststudium in Verbindung mit der Internationalen Semiotischen Herbstakademie.

Weitere Veröffentlichungen sind in der Entwicklung. In Vorbereitung ist die Ausschreibung eines Förderpreises für wissenschaftliche semiotische Analysen sowie die Mitwirkung bei der Entwicklung eines Instituts zur Analyse der Kulturen des Meeres in der näheren Zukunft.

Im Jahre 1999 sind zwei internationale wissenschaftliche Veranstaltungen im Forschungsinstitut Terramare Wilhelmshaven geplant und durchgeführt worden (vgl. Veröffentlichungen); für eine weitere Planung nachstehend ein Beispiel, deren Durchführung noch nicht dokumentiert wurde:

Kulturen und Religionen des Meeres
- Hafen, Bauen, Denken in Semiosen -

Tagung der Internationalen Semiotischen Herbst-Akademie in Zusammenarbeit mit der C.v.O.-Universität Oldenburg, Lehrstuhl Prof. Dr. Heumann

Wilhelmshaven Projektgebäude "Bildung für Natur und Technik", Jadestrasse 59, 3.-5.11.2000

Information

"Sie alle aber, die sich auf die eine oder andere Weise zum Reich des Glücks tragen lassen, müssen unmittelbar vor dem Hafen einen riesigen Berg, der die Einfahrt überaus verengt, mit Furcht und Zittern umgehen und mit grösster Vorsicht meiden. Denn er strahlt so sehr, ist in solch trügerisches Licht getaucht, daß er den Ankömmlingen noch vor dem Einlaufen in den Hafen sich als Aufenthalt anbietet und anstelle des glückverheißenden Landes ihr Begehr zu befriedigen verspricht." (Augustinus, Über das Glück)

Die Meer- und Hafenmetaphorik verweist auf die bedeutsame Rolle, die Meer als kultureller Faktor im Bewußtsein der Öffentlichkeit, der verschiedenen gesellschaftlichen Bereiche und der einzelnen spielt. Erst der Mensch und seine Kultur ordnen das Bedrohliche, wobei heimatliche Gestade und später die Häfen die Grenze zwischen Ordnung und Orientierungslosigkeit markieren. Die Technik überwindet diese Dichotomie von Ort (Kosmos) und Nicht-Ort (Chaos) und macht das Wagnis berechenbar.
Das Habitat Meer wird auf der Grenze mit Küste und Hafen mit verschiedenen Strategien in unterschiedlicher Weise erschlossen, die auch in der sozialen, kulturellen (religiösen) Organisation Ausdruck finden. Der Hafen ist als Semiose von Bauen, Wohnen und Denken im Bereich des Meeres besonderer Ausdruck kulturellen Schaffens.
Es ergeben sich folgende Fragestellungen, die einer semiotischen Klärung bedürfen: wie weit bestimmen derartige Vorstellungen unser Alltagsleben, wie weit können sie es bestimmen, wie weit und in welcher Form sollten sie es bestimmen? Wie und wo ist eine Verbindung mit den empirischen Erkenntnissen denkbar und installierbar? Können auf dieser Basis Handlungskriterien entwickelt werden?


Kontakt: Klaus Schwarzfischer, Tagungsleiter der Int. Semiotischen Herbst-Akademie,

kschwarzfischer@semiotik.eu


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