13. Internationaler Kongress der Deutschen Gesellschaft für Semiotik (DGS) „Repräsentation – Virtualität – Praxis“ in 2011
Call for Papers Sektion / Arbeitsgruppe: Systemgrenzen und Kodeintegration
Frist für die Einreichung eines Abstracts: 10. Oktober 2010.
Leitung: Ellen Fricke (Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder), Franz Kasper Krönig (Universität zu Köln), Roland Posner (Technische Universität Berlin) Beobachtet man, wie jemand spricht, dann bewegen sich nicht nur die Lippen, sondern auch andere Artikulatoren, wie die Hände und Arme, die Füße, der Kopf oder dieAugen. Schlägt man eine Zeitschrift auf und betrachtet eine Werbeanzeige, dann tragen nicht nur Schriftzeichen, sondern auch bildliche Zeichen zur intendierten Gesamtbotschaft bei. Surft man durch das Internet, nutzt Links und Suchmaschinen, dann potenzieren sich die Medien und Modalitäten. Mit all diesen Zeichenpraktiken stellt sich auch die Frage nach den Grenzen eines Systems: Gehören bestimmte Zeichen ein und demselben Kode an, gehören sie zu verschiedenen Kodes oder sind sie als Zeichen in einen übergeordneten Matrixkode integriert? In der semiotischen Analyse von Zeichenpraktiken konkurrieren gegenwärtig eine Reihe von theoretischen Begriffen miteinander, die klärungsbedürftig sind: Sinnesmodalität, Medium, Kanal, Kode. Eine wichtige Aufgabe, die sich stellt, ist es, Kriterien zu erarbeiten, mit Hilfe derer konsistent unterschieden werden kann zwischen – multimodalen, multimedialen, mehrkanaligen und multikodalen Zeichenprozessen – multimodalen Kodes, mehrkanaligen Medien, multikodalen Medien – intermodaler, intermedialer und interkodaler Übersetzung.
Zu klären sind auch die theoretisch möglichen Beziehungen zwischen – Kulturverband, Kultur und Subkultur – Kodeverband, Kode und Teilkode – Sprache, Dialekt und Soziolekt sowie Idiolekt
Zu beschreiben ist auf dieser Basis u.a. die Zusammenarbeit und Arbeitsteilung zwischen den „symbolischen Formen“ einer Kultur, z.B. zwischen Religion, Kunst, Wissenschaft, Wirtschaft, Politik. In den Beiträgen zu dieser Sektion sollen terminologische Vorschläge, Theoriefragmente und exemplarische Beschreibungen von Sprache und Kultur diskutiert werden, die zur Klärung der gestellten Fragen führen können.
Hinweise zur Gestaltung des Abstracts: Das Abstract kann auf Englisch oder Deutsch eingereicht werden. Es sollte nicht länger als eine DIN-A4-Seite sein (etwa 300 Wörter) und neben dem Titel der Präsentation und fünf inhaltscharakterisierenden Stichwörtern (keywords) den Namen, die wissenschaftliche Institution und die E-Mail-Adresse des Teilnehmers enthalten. Die Dauer der Präsentation sollte 30 Minuten (+ 15 Minuten Diskussion und technischer Aufbau) nicht überschreiten.
Frist für die Einreichung eines Abstracts: 31. Dezember 2010.
Kontakt und Einreichung des Abstracts: Ellen Fricke, science@ellenfricke.de
Organisation: Sektion Sprachwissenschaft:
PD Dr. Ellen Fricke Professurvertretung für Angewandte Sprachwissenschaft Fakultät für Kulturwissenschaften Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder Grosse Scharrnstr. 59 15320 Frankfurt (Oder) science@ellenfricke.de
Prof. Dr. Roland Posner Arbeitsstelle für Semiotik Technische Universität Berlin FB1, FR 6032 Franklinstraße 28/29 10587 Berlin, roland.posner@mailbox.tu-berlin.de
In Kooperation mit der Sektion „Soziale Systeme“:
Dr. Franz Kasper Krönig Bruchstr. 8 D-41569 Rommerskirchen 0049 (0)2183-806037 kkroenig@uni-koeln.de
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