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Meteorische Theologie zeigt auf, wie Irdische angesichts des Himmlischen leben, wie sie nicht abheben, sondern vielmehr den Wurzelboden ihres Irdisch-Seins spüren und hier ihre eigentliche Verankerung erkennen. Meteorische Theologie markiert einen Weg theologischer Reflexion, der dem lebensdienlichen Antworten des Menschen auf Gottes Stimme Gehör schenkt. Sie orientiert die Sinne des Menschen am Aufstrahlen des himmlischen Lichts. Dabei zielt meteorische Theologie auf die Wirklichkeit des Glaubens als einer das Menschsein in seiner irdischen Wahrheit verstärkenden Kraft.
Die himmlischen Zeichen zu lesen, ist stets auch Verankerung und Veränderung der terra humana, derjenigen Welt, in der sich Menschen unter sich und im Lichtkegel der Liebe, der Hoffnung und des Vertrauens einzurichten trachten. Erdung hat etwas Himmlisches, authentisches Menschsein obendrein. Und eine geerdete Form menschlicher Erfahrungsdichte bringt höchste Erfüllung. Nähe und Ferne sind Aspekte des Menschseins. Und die Nähe der Erdung kann korrespondieren mit der „Ferne“ des Himmels. Beide zu verbinden, das ist die Aufgabe und bleibende Herausforderung einer Theologie, die Menschen den Himmel näher bringt. Menschsein heißt, aus der Erde genommen zu sein. Und auf dieser wieder zum Stehen zu kommen. Nur der mit einem Standpunkt versehene – „geerdete“ – homo viator hat Bestand. Das neuzeitliche Denken hat hier gewiss die Analogien des biblischen Schöpfungsberichtes noch genauso präsent wie dies etwa zu mittelalterlichen Zeiten der Fall war. „Adam(a)“ – „Erde/Erdling“ – war nicht nur eine Namens-, sondern vielmehr eine Gattungsbezeichnung.
Von der Erde genommen, aus ihr geformt, angehaucht mit Lebensodem und nach einer Zeit AUF der Erde einst UNTER dieser. Menschsein – geerdet Mensch sein, dem entsprechen, woher wir kommen, verbindlich Mensch sein. Geerdete Menschlichkeit ist ein anzustrebendes Ziel, sowohl für Menschen, die in Führungspositionen sind – man denke an die Fragen und Aufgaben der sogenannten „Wirtschaftsethik“ – als auch für solche, die ihr „normales Menschsein“ positiv zu bewältigen trachten. Menschsein, geerdet sein, dem Mensch-Sein Verbindlichkeit und Halt verleihen. Das meine ich wesentlich unter dem fast chiffrenhaft daherkommenden Begriff der Erdung für den Menschen. Meteorische Theologie - eine Einladung zur Reflexion Gottes unter Bedingungen kontemporär-zeitgemäßer Anthropologie.
Eine Herausforderung - nicht nur für die Theologenzunft. _____________________________________________
Hardcover | DIN A4 hoch (21,0 x 29,7 cm) | 72 Seiten | Inhalt: s/w Sprache: Deutsch | Erscheinungsdatum: 22.12.2009 | Preis: 19,80 ¤ ISBN: 978-3-86931-260-6
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